MamaMagie Blog Selbstfürsorge - Innerer Kritiker
Kraftvolle Gedanken

Kennt Dein Innerer Kritiker schon die liebevolle Beobachterin?

Also, diese ewig nörgelnde Stimme, die uns vehement und unnachgiebig einredet, dass wir sowieso zu blöd sind. Dass wir die Dinge niemals schaffen werden und alle anderen sowieso viel besser, schlauer, hübscher, organisierter – eben schlicht perfekter sind als wir , diese Stimme kennen wir zu Genüge. Und obwohl wir sie eigentlich gar nicht mehr hören wollen, glauben wir meistens, dass es wahr ist, was sie uns da einflüstert. Doch das könnte jetzt anders werden.

Wie erfährst Du in diesem Artikel….

Es gibt viele Coaching-Ansätze die sich mit dem Inneren Kritiker auseinanderzusetzen. Manche holen ihn als Berater ins Innere Team, manche versuchen sich mit ihm zu versöhnen, andere Ansätze verfolgen eine schlichte Wahrnehmung seiner Anwesenheit und es soll sogar Spezialisten geben, die ihn für immer eliminieren wollen damit wir uns endlich in Ruhe und Frieden unserer eigentlichen Bestimmung zuwenden können.

Letzteres halte ich für SEHR gefährlich, denn der Innere Kritiker ist ein wichtiger Persönlichkeitsanteil. Diesen „wegzutherapieren“ bedeutet im Klartext Teile meiner Persönlichkeit auszuradieren und das ist schlichtweg fahrlässig.

Auch wenn die Aussicht auf ein Leben ohne diesen ewigen Nörgler noch so verlockend erscheint!

In meiner Arbeit lege ich deshalb den Fokus eher auf ein sowohl-als-auch. Oder anders gesagt: Ich arbeite mit der Vielfalt des Inneren Teams (vgl. hierzu auch die Arbeiten von F. Schulz von Thun)

Wie gefällt Dir die Vorstellung einen wohlwollenden Begleiter mit an Board zu nehmen?

Vielleicht hast Du einen strengen Vater gehabt und Deine Mutter hat mit viel Liebe und heimlicher Fürsorge einiges der Strenge wieder abgemildert? Vielleicht war es auch genau umgekehrt. Oder es gab eine Oma-Lieb oder eine nette Nachbarin, die die Strenge des Elternhauses mit aufmerksamer Fürsorge ausgeglichen haben.

Oder eine Lieblingslehrerin die bedingungslos an Dich geglaubt hat und Dich unterstützte wo sie nur konnte. Ich bin mir sicher, auch Du hattest in Deiner Lebensgeschichte eine gute Fee. Lass Dir ruhig Zeit diese Person vor Deinem inneren Auge wieder aufleben zu lassen.
Wir haben es heute nicht eilig.

Jeder epische Film hat neben dem „Bösewicht“ einen wohlmeinenden Gegenspieler, der dem Helden hilft seine Herausforderung zu bestehen.

Auch die klassische Literatur bietet viele Beispiele für „liebevolle Beobachter“, die das Schicksal verändern oder abwenden können. Denken wir an die klassischen Märchen, bei denen beispielsweise der Tod Dornröschens durch die gute Fee auf 100 Jahre Schlaf abgemildert wurde. Oder an Mary Poppins.


Allüberall gibt es für den Bösewicht, die zerstörerische, negative Kraft wohlwollende und hilfreiche Gegenspieler. Folglich auch in Dir. Das ist ein universelles Gesetz- also wahr!

Meistens verlieren wir im Erwachsenwerden den Zugang zu unseren liebevollen, phantastischen und kreativen Anteilen und der Innere Kritiker kann sich mehr und mehr durchsetzen, weil sein unerbittlicher Anspruch an immer noch bessere Leistung so vorzüglich zu unserer völlig kranken und wenig kreativ-liebevollen Leistungsgesellschaft zu passen scheint.

Eigentlich ist das aber völliger Quatsch, denn sein ewiges Genörgel und die negativen Äußerungen schwächen uns auf Dauer. Rauben Kraft. Lassen uns klein-klein und mutlos werden.

Höchste Zeit für die gute Fee!

Aus der Positiven Psychologie gibt es einige verhaltenstherapeutische Übungen, die sich mit dem Thema „Selbstfürsorge & Selbstakzeptanz“ befassen. Und eine von diesen Übungen hilft uns dabei unsere eigene gute Fee zu reanimieren. Oder den gütigen Großvater. Oder die motivierende Lehrerin. Oder Mary Poppins….

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Dein 1. Schritt: Suche Dir eine Symbolfigur

Das kann ein Kuscheltier sein, eine Spielfigur, die Du Deinen Kindern mopst, eine Puppe. Es kann eine Abbildung sein, ein Foto oder ein Ausschnitt aus einem Magazin. Es kann ein Stein sein. Eine Blume. Es kann sogar eine besondere Tee-Tasse sein.

Einzige Vorgabe: Du musst es anfassen und prominent in Deinem Umfeld platzieren können – zumindest für den Anfang.

Wenn Dir gar nichts einfällt, gehe los und besorge Dir fürs Erste einen dieser Sorgenfresser als Schlüsselanhänger. Den kannst Du überall hin mitnehmen ohne dass es sonderlich auffällt. (Und Du kannst die Zettel, die Du gleich anfertigen wirst super darin verstecken)

Dein 2 Schritt: Weihe Deine Symbolfigur ein

Nimm Dir wirklich einen Moment bewusst Zeit mit deinem liebevollen Beobachter bekannt zu werden. Dieser liebevolle Beobachter wird mehr und mehr zum Gegenspieler Deines Inneren Kritikers werden. Für die nächste Zeit wird er dafür sorgen, dass Du wieder lernst auch liebevoll mit Dir selbst umzugehen und gut für Dich zu sorgen.

Vor allen Dingen wirst Du lernen endlich wieder positive, progressive und liebevolle Selbstgespräche zu führen.

Die liebevolle Beobachterin ist sozusagen die Symbolfigur Deiner positiven Selbstfürsorge.

Dein 3. Schritt: Übungen für den Alltag

Exemplarisch habe ich Dir drei der wirksamsten Übungen aus der Praxis zusammengestellt mit denen Dir auch ohne professionelle Anleitung das Etablieren Deiner liebevollen Beobachterin im Alltag gut gelingen sollte.

1.) Starte den Tag mit einem liebevollen, wohlwollenden Satz

Was könnte Deine liebevolle Begleiterin am jeweiligen Tag zu Dir sagen? Ein Kompliment zum neuen Pulli? Ein paar aufmunternde Worte für den bevorstehenden anstrengenden Tag? Ein freundliches DU SCHAFFST DAS! Ein Hinweis wie „Denk auch mal an Dich?“….oder die Erinnerung an Pausen?….
Schreibe diesen Satz auf und steck ihn in Deine Hosentasche. Gehe sprichwörtlich mit diesem positiven Satz spazieren. Schaue immer mal wieder auf Deinen Zettel und lasse diesen Satz auf Dich wirken.

2.) Übe bewusst den positiven Inneren Dialog

Wenn Dein Innerer Kritiker anfängt Dich klein zu machen, halte inne und frage ganz bewusst was deine liebevolle Begleiterin dazu zu sagen hat. Frage Dich bei selbständigen Gedanken grundsätzlich: „Wer sagt das?“ oder „Ist das wirklich so?“.

3.) Schreiben als therapeutische Intervention

Beginne aufzuschreiben was Deine liebevolle Betrachterin zu Dir sagen würde.
Zugegeben, das kostet mehr Zeit, ist aber unglaublich wirkungsvoll!
Vielleicht kannst Du Dir einmal in der Woche Zeit dafür nehmen einen Brief an Dich selbst zu schreiben.
Ein Muster-Beispiel für einen Brief an Dich selbst:

Meine liebe (…Dein Vorname…),
ich habe Dich die letzen Tage begleitet und Dir wohlwollend zugeschaut.
Besonders gut gefallen hat mir…..
………ist Dir wirklich gut gelungen.
………hast Du mit Bravour gelöst.
Bewundernswert fand ich Dein Verhalten bei…..
Schau, wie gut Du diese schwierige Situation gemeistert hast ist…..
Ist Dir aufgefallen, das xy viel leichter von der Hand geht, wenn Du …..(ruhiger bist, gelassener, ….etc.pp.)

Zugegeben, derartige Briefe zu schreiben fällt am Anfang allen von uns schwer. Um die erste Hürde zu überwinden, stelle Dir vor Du schreibst diesen Brief an Deine Freundin oder an eines Deiner Kinder.

Oder Du schreibst zuerst wirklich einen liebevollen Brief an Deine Kinder, z.B. für die Erinnerungskiste. Und danach fließen die wohlwollenden Sätze für Dich selbst wie von selbst – wenn auch oft gepaart mit Tränen der Erleichterung!

Du musst Deiner guten Fee einfach nur die Möglichkeit geben endlich wieder zu Wort zu kommen.
Dann klappt das auch mit der Magie im Alltag, versprochen!

Wenn Dir das Schreiben so gar nicht liegt, kannst Du Deinen liebevollen Begleiter auch über Sprachnachrichten mit Dir kommunizieren lassen. Die meisten Handys haben einen eingebauten Voice-Recorder oder Du gönnst Dir eigens für diesen Zweck ein Diktiergerät – total oldschool


Oder Du fertigst Dir eine Collage mit Affirmationen und positiven Bildern an.

Vergiss nicht, der liebevolle Beobachter ist ein Teil von Dir. Immer bei Dir und eigentlich immer „griffbereit“.

Nur vielleicht nicht ganz so polternd, vorlaut & selbstgerecht wie Dein Innerer Kritiker…..

Und manchmal reicht es auch schon aus, Deinen liebevollen Beobachter ganz fest in den Arm zu nehmen und seine Wärme und sein Wohlwollen einfach nur zu spüren.

Ich freue mich wie immer von Dir zu hören!

Wenn Du Dir zu diesem Thema Unterstützung wünscht, melde Dich gerne bei mir.
Genau dafür bin ich da.
Genau aus diesem Grund gibt es mamamagie.
Genau dafür habe ich so lange gelernt und hart gearbeitet.
Damit Du die Unterstützung bekommst, die Du jetzt am meisten brauchst.

Und bis dahin: Denk auch mal an Dich – wohlwollend & liebevoll!


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Ich begleite Mütter aus dem Dilemma von Überforderung und Langeweile im Mama-Hamsterrad. Damit die Müdigkeit verschwindet und unerhörte Träume gelebt werden können. Magische Mutter-Kind-Momente inklusive. So klappt das auch mit der Magie im Alltag!