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Alle Dinge brauchen ihre Zeit

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MamaMagie Blog - Jedes Ding braucht seine Zeit

Nein, ich komme jetzt erstmal nicht mit klassischen Zitaten zu Geduld und Annehmen. Ich meine es heute mal wortwörtlich. Jedes Ding in deinem Zuhause und Umfeld braucht seine Zeit. Es muss geplant, besorgt, bezahlt, benutzt, verstaut, eingestaubt und abgestaubt werden. Jedes Ding muss einen Platz finden und haben. Und die meisten Dinge müssen irgendwann wieder entsorgt werden….

Wie viel Zeit verbringst Du mit Aufräumen?

Ich bin mir sicher es kommen pro Woche ein paar Stunden zusammen. Und ich bin mir sicher, wir beide sind uns einig: Egal wie viel Zeit Du mit aufräumen verbringst – ES IST ZUVIEL!

Ich vermute mal ins Blaue, dass Du in deiner Familie auch diejenige bist, die am meisten aufräumt. Weil Du es am besten kannst, weil Du die einzige bist, die SIEHT was aufgeräumt werden muss. Und weil es immer noch schneller geht, die Sachen selber aufzuräumen, als Deine Mitbewohner und Familienmitglieder 10x darum zu bitten, es zu tun, nicht wahr?!

So viele Strategien, so wenig funktionierende Lösungen

Es ist zum Verzweifeln…kaum ist mal wirklich alles aufgeräumt und duftig geputzt….der Krempel in Kisten verstaut, die Bücher in Regalen, die Klamotten in Schränken….kommen die Kinder nach Hause und nach 10 Minuten sieht es so aus, als hättest Du NICHT den ganzen Vormittag damit verbracht aufzuräumen.

Und in diesem Zustand der Verzweiflung erreichen Dich dann die verheißungsvollen Versprechungen der Entrümpel-Mafia. Sei es nun Marie Kondo, Werner „Tiki“ Küstenmacher, Karen Kingston oder wie die ganzen selbsternannten Aufräum-Profis noch heißen mögen. Sie alle versprechen Dir ein aufgeräumtes, logisch sortiertes herrliches Zuhause.

Du mußt nur Strategie x anwenden, Deinen Kleiderschrank nach Methode y optimieren, das Kinderzimmer kindgerecht nach Ansatz z gestalten und voilá – Du hast es geschafft:

Ein aufgeräumtes Zuhause…

….für etwa 1 Stunde und dafür 10 Bücher mehr zum Einstauben im Regal.

Geiz ist geil, shoppen auch – ohne nachzudenken immer mehr

Und weil wir irgendwann nicht mehr wissen wohin mit dem ganzen Zeug, kaufen wir noch ein paar Schränke, Regale oder gar ausgeklügelte Ordnungssysteme (die im Übrigen alle nicht funktionieren, wenn wir weiterkaufen, wie zuvor!)

Ehrlich gesagt, wollte ich diese Woche über ein ganz anderes Thema schreiben, aber am Wochenende erreichte mich eine Nachricht über Facebook, dass H&M, Primark, C&A und co. unsere Altkleider-Sammel-Behälter zumüllen.
Absurd, grotesk und doch so wahr – wir shoppen bis der Arzt kommt – für die Tonne….und auch hier, weiß keiner mehr wohin mit dem ganzen Zeug. Welches zudem noch zu fragwürdigen Bedingungen in fernen Ländern produziert und auf unglaublich ressourcen-verschwendenden Wegen zu uns in die Billig-Läden findet.

Wenn Du den ganzen Artikel lesen möchtest, bitte hier entlang (KLICK)

Denken hilft immer

Und zwar VOR der Anschaffung eines Konsumgutes. Und ich weiß wovon ich rede, bin ich doch Mutter von zwei Kindern, die glücklicherweise so langsam den Wert der Dinge begreifen und einmal zu oft von dem glitzer-flitzer-Tand in Kinderzeitungen enttäuscht wurden.

Jetzt ist man als Frau ja nicht wirklich sicher vor Shopping-Attacken und ich habe auch allergrößtes Verständnis, wenn die allzuniedlichen Baby-Klamotten unbedingt mit nach Hause müssen, wo sie doch soooo günstig sind. Allerdings wären ein paar praktische Bodies und Strampler vom Flohmarkt viel verträglicher. Für Kind, Umwelt und Dein Konto!

Wie oft haben wir einer Laune der Kinder nachgegeben, weil sie ohne dieses Lego-Set/Baustellenfahrzeug/Mini-Püppchen/Malbuch/setze-ein-was-für-dich-passt einfach nicht mehr leben können, nur um dann festzustellen, dass genau dieses begehrenswerte Teil 2 stunden später völlig achtlos IRGENDWO im Haus herumfliegt ….und das Interesse kurioserweise erst dann wieder entfacht wird, wenn Du Dich Monate später endlich dazu durchgerungen hast, dieses lieblos behandelte Stück Plastik endlich zu entsorgen – Drama, oder?

Von allem zu viel – und doch zuwenig

Wir sind alle so satt! Und ja – die Dinge verlieren an Wert, wenn sie im Vorbeigehen einfach so für kleines Geld im Discounter mitgenommen werden. Und nicht nur das:

Wer billig kauft, zahlt teuer

Es macht auch einfach nicht glücklich. Das ganze Zeug. Das ganze Plastik. Diese ganzen billigen Dinge, die viel zu schnell kaputt gehen und weder die Seele noch das Herz wärmen.

Und sie kosten uns trotzdem doppelt und dreifach. In der Anschaffung, in der Verwahrung und in der Entsorgung.

Zuviel Zeug – zu viel Aufräumen – zu wenig Zeit – zu wenig Geld.

Was aber hilft jetzt wirklich?

Naja, für alle die es noch nicht gemerkt habe oute ich mich hiermit öffentlich

In vielen Dingen bin ich hoffnungslos altmodisch!

Ich stehe auf alte Dinge (bessere Qualität & eigene Geschichte), ich halte mich an uralte Lebensregeln und meine bevorzugte Zeit wären die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts (das würde jetzt zu weit führen). Und ich lese gerne gute & anspruchsvolle historische Romane. Nein, ich schweife nicht ab, denn genau da wollte ich mit Dir hin!
Denn was mir diese Lektüre immer wieder vermittelt ist die Lösung vieler unserer derzeitiger gesellschaftlicher Probleme. Natürlich war früher nicht ALLES besser und ohne das www und wordpress sähe ich ziemlich alt und unkreativ aus ABER ein paar Dinge könnten wir uns schon wieder in Erinnerung rufen und danach leben.
(Mit dieser Einstellung bin ich im Übrigen nicht alleine, denn alle diese Punkte füllen die Bestseller-Listen bei amazon & co. )
Was meine ich damit genau:

  • früher wurden hauptsächlich natürliche Lebensmittel konsumiert, die i.d.R. auch immer selbst zubereitet waren
  • Fleisch gab es maximal 2x die Woche, weil es einfach zu teuer war
  • die Menschen hatten viel weniger Eigentum
  • die Menschen waren in der Lage Dinge zu reparieren, und es hat sich auch noch rentiert!
  • die Menschen gingen mehr zu Fuß
  • die Menschen haben viel mehr selber hergestellt und weniger fertig konsumiert (sie hatten so viel Zeit dafür, weil sie eben nicht ständig shoppen waren, nicht jeder über einen Mega-Flatscreen verfügte und man sich noch mit den Nachbarn unterhalten hat, anstatt aller Welt über fb mitzuteilen, dass man am Flughafen sitzt und in den nächsten 14 Tagen niemand auf das Haus aufpasst OMG)
  • die Menschen hatten nicht so viele Sachen, weil sie sie nicht bezahlen konnten, weil sie keinen Platz dafür hatten und auch keine Zeit so viele Sachen gleichzeitig in Ordnung zu halten

Ich möchte Dich nicht langweilen, deshalb höre ich an dieser Stelle auf. Ich denke den zugrunde liegenden Gedanken hast Du verstanden.

Jetzt können und wollen wir die Zeit (eigentlich) nicht zurückdrehen. Aber wir können einiges für uns und unseren Alltag mitnehmen.

Klamotten

Wenn Du über eine Waschmaschine verfügst, könntest Du die Anzahl der Kleidungsstücke pro Familienmitglied drastisch reduzieren. Als Anregung: Pro Person 7x Unterwäsche, 7 T-Shirts/Blusen, 4 Hosen+2 Röcke/Kleider oder 5 Hosen; 3 Pullis7Strickjacken. 2 Garnituren Bettwäsche pro Person (auch wenn es da draussen so viel schöne gibt!), 2 Garnituren Handtücher. Mal nur je 1 Winterjacke/Übergangsjacke……Und vielleicht reichen ja auch pro Person 2 Paar Schuhe pro Saison (ok wir machen vier Saisons draus, denn Schuhe sind ja so ein Thema für sich).
Wenn Du Dich derart reduzierst reicht auch ein knappes Familienbudget für hochwertige Sachen und ihr spart Euch eine Menge Schränke und Kommoden. Mal ganz zu schweigen von der Zeit die Du sparst all das zeug zu waschen, zu bügeln, zu falten, einzuräumen, wieder überall einzusammeln und wieder zu waschen…..
Wenn Du NICHT über eine Waschmaschine verfügst, würde ich Dir dennoch zur künstlichen Verknappung eurer Gaderobe raten, denn wer zum Teufel will denn diese Wäscheberge von Hand waschen????

Zuhause als Kraftort

Wenn Du Dich nicht nur mit dem Aufräumen und Dinge sortieren beschäftigen möchtest, sondern generell nach Inspirationen suchst, wie Du Dein Zuhause zu einem heimeligen, kraftvollen Ort machen kannst, dann empfehle ich Dir bei meiner lieben Kollegin Julia Reich vorbeizuschauen.

Julia ist Feng-Shui Expertin und hat sich darauf spezialisiert Mütter dabei zu unterstützen einen kraftvollen Ort zu schaffen und dabei noch Raum für sich selber zu finden. Ihr Blog ist eine Fundgrube für Tipps rund um Dein Heim. Und mit ihrem Newsletter unterstützt sie Dich dabei Schritt für Schritt die Magie des Feng Shui ganz einfach auch bei Dir wirken zu lassen. Ohne Schnick-Schnack, ohne Hokus Pokus, sondern einfach und entspannt – genau das was magische Mamas brauchen.

Wenn Du neugierig geworden bist, bitte hier entlang. (Klick, direkt zu Julia Reich – Dein Zuhause = Dein Zentrum deiner Kraft)

Dinge

Okay, Okay, wir lieben Dinge und egal wie sehr uns Minimalismus in einschlägigen Wohn-Magazinen anspricht, so ganz ohne geht es dann eben doch nicht.

Aber vielleicht müssen wir nicht unbedingt ein Fondue, ein Raclette, ein Waffeleisen, einen Sandwichmaker, eine Pürierstab UND einen Thermo-Mix haben…..vielleicht kann man sich Werkzeug, Rasenmäher, Teppich-Reinigungsmaschine oder ein Auto auch einfach mal nur dann leihen, wenn man es wirklich braucht?

Gegen überfüllte Regale hilft ein Leihausweis der Stadtbücherei enorm.

Und um dem natürlichen Bedürfnis nach ständig Neuem gerecht zu werden, kannst Du Dich und Deine Lieben hervorragend selber austricksen – mit Themen-Kisten!

Wir haben eine mit Spielsachen für verregnete Sonntage, eine mit Weihnachtssachen (inkl. Tassen, Decken, Spiele, Deko und Bücher), das gleiche für Ostern/Frühling und für Sommer und Herbst.

Es gibt im Palazzo Beez eine Notfall-Kiste mit Schokolade, Tee, Lieblingsbuch/Hörspiel/Musik & Kuscheltier sowie einen Schlafanzug für diese Tage, die nach einer heißen Dusche und Kakao im Bett schreien.

Bis auf den Tee und die Schokolade kaufe ich nichts davon neu. Es ist immer wieder neu, wenn wir diese Kisten öffnen, die entsprechende Jahreszeit beginnt, es regnet oder der Tag mies war.

Diese Kisten aufzumachen und somit die neue Saison einzuläuten ist jedesmal wie Weihnachten – auch im Juni.

Und weil ich weiß, dass eine neue Tasse, ein neues Notizbuch, ein neuer Dekorationsartikel alle drei Monate auf mich wartet, kann ich an vielen Verlockungen im Shopping-Center leise vor mich hinlächelnd vorbei gehen.

Und wenn das nicht hilft, gehe ich in die Bibliothek!

Also, machst Du mit beim Weniger-ist-mehr?

Und was machst Du mit der geschenkten Zeit, die Du NICHT mehr mit Aufräumen verbringen musst?

Ich bin so gespannt auf Deine Impressionen!

Teile sie gerne hier in den Kommentaren, nutze mein Kontaktformular oder schreibe mir ein e-mail.

Ich freue mich von Dir zu lesen!

Und bis dahin: Denk auch mal an Dich!

Herzensgrüße, Simone

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Hey, ich bin Simone

Ich mache MamaMagie um dem BurnOut bei Müttern den Kampf anzusagen. Für einen kinderleichten Familien-Alltag und genug Raum und Zeit für Dich und Deine Träume.
Ein selbstbestimmtes Leben mit eigenen Zielen ist auch als Mutter möglich. Sogar not-wendig, denn das ist so ziemlich das Wichtigste was wir unseren Kindern vorleben können: Selbstbestimmtheit, Authentizität und Neugierde auf das Leben selbst.
Dann klappt das auch mit der Magie im Alltag!

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